Naturködermontagen

Es gibt nahezu unendlich viele Montagen, welche zum Naturköderangeln angeboten werden. Grundlegend unterscheiden sich die Montagen aber oft nur wenig. Es gibt Hauptsächlich 2 Arten von Montagen 1.Montagen mit festem Endblei 2.Nachläufermontagen mit einem frei beweglichen Blei. Wir verwenden nie gekaufte Montagen, da es dort wirklich nur sehr sehr wenige Hersteller gibt, bei denen alle Materialien und die Verarbeitung überzeugend sind. Für eine solche Montage kann man aber auch sehr schnell relativ viel Geld ausgeben, 10-20€ pro Stück sind keine Seltenheit und nach unserem persönlichen empfinden einfach zu viel. Mit etwas Geschick kann man sich in wenigen Minuten eine erstklassige Montage selbst binden, und das bei einem Materialpreis von max. 5€.

Benötigte Materialien für eine Naturködermontage

  • flexible und abriebfeste Vorfachschnur Stärke 0,80-1,2mm
  • stabile, rostfreie und sehr scharfe Haken (wir nutzen ausschließlich Circle-Hooks) je nach Hersteller in der Größe 6/0-12/0
  • Leuchtschlauch
  • Oktopusse (am besten selbstleuchtend) ca.15cm
  • Kunststoff und Gummiperlen in verschiedenen Größen
  • Abreißwirbel zum Einhängen des Bleis (Tragkraft ca.5Kg)
  • sehr stabile Wirbel, salzwasserfest

 

1. Montagen mit festem Endblei

Montagen mit festem Endblei sind die "klassische" Art der Naturködermontagen hierbei liegt das Blei fest am Grund und das Vorfach richtet sich komplett über dem Blei aus. Ein solches Vorfach ist sehr schnell zu binden. Man beginnt mit einem Stück Schnur, die Länge richtet sich danach ob mit einer oder zwei Anbissstellen geangelt werden. Bei einer Anbisstelle nimmt man ca.1m  bei zwei Anbisstellen ca.1,5m Schnur. Am Ende bindet man nun den Wirbel für das Blei an, ca.40cm darüber bindet man eine Springerschlaufe und am oberen Ende eine weiter Schlaufe zum Einhängen in die Hauptschnur. Die Springerschlaufe bildet dabei die Anbisstelle, sie sollte ca. 15cm lang sein. über die Schlaufe schiebt man ein Stück Leuchtschlauch und einen Oktopus. Ins Ende der Schlaufe wird dann der Haken eingeschlauft. Der Leuchtschlauch dient dabei Hauptsächlich als Schutz gegen die scharfen Zähne der Fische. Je nach Festigkeit des Oktopus kann er auch noch durch eine Perle über dem Haken gesichert werden. Wenn man mit zwei Anbisstellen Fischen möchte, sollte man den Abstand so wählen, dass sich die Haken nicht miteinander verfangen können.

 

2. Nachläufermontagen mit beweglichem Blei

Die 2.Variante sind sogenannte Nachläufermontagen. Bei diesen Montagen sitzt das Blei beweglich auf dem Vorfach. Auch hierbei hat man die Möglichkeit mit ein oder zwei Anbisstellen zu Fischen. Man kann sich seine Montagen auch variabel binden um auf die Drift und den vorhandenen Grund reagieren zu können. Um eine Nachläufermontage zu binden, nimmt man wieder ein Stück Vorfachschnur. Soll die Montage nur eine Anbisstelle haben dann nimmt man ca.0,5m. Am Ende bindet man nun einen stabilen Wirbel an. Über dem Knoten werden Gummiperlen aufgezogen um den Knoten zu schützen. Danach fädelt man einen schwachen Wirbel auf die Schnur, in dem später das Blei eingehängt wird, am anderen Ende bindet man nun noch eine Schlaufe zum Einhängen in die Hauptschnur. Der zweite Bestandteil ist nun die eigentliche Anbisstelle. Hierzu nimmt man ca. 30cm Schnur, bindet einen Haken an, schiebt Leuchtschlauch darüber und bindet eine Schlaufe am anderen Ende. Damit ist die Montage schon fertig, der Haken kann nach Belieben auch noch mit einem Oktopus garniert werden.

Wenn man mit 2 Anbisstellen angeln möchte, nimmt man das erste Stück Schnur ca. 1,2m lang und bindet unterhalb der oberen Schlaufe noch eine Springerschlaufe ein. Hier geht man vor wie bereits bei der Montage mit festem Endblei beschrieben. Man kann die Schlaufe aber auch sehr kurz binden und mit einem Wirbel versehen, um dort ebenfalls eine Mundschnur einzuhängen.

   

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